Verkehrspolitik

Auch in Sachen Verkehrspolitik macht sich der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt stark für seine Mitglieder. Dabei geht es um sichere Schulwege genauso wie um aktuelle Gesetzesentwürfe, Umweltzonen, Telematik und den Straßenausbau.

Autonomes Fahren

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt beteiligt sich mit weiteren Partnern aus der Industrie sowie Ingenieurs- bzw. Softwareunternehmen am Projekt des Landes Niedersachsen, um auf Autobahnen, Bundes- und Landstraßen die Forschung und Entwicklung der Technik für das Autonome Fahren langfristig zu unterstützen. Die Federführung hat das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt übernommen. Ab Ende 2018 sollen auf ersten Testabschnitten – zunächst auf der A 39, autonome Versuchsfahrzeuge unter Kamerabeobachtung unterwegs sein, die dann im realen Verkehr die Einflussfaktoren der technischen Entwicklung erforschen und praktisch erproben.

Ansprechpartner: Brigit Blaich-Niehaus

Modellprojekt „Tempo 30“ in Niedersachsen

Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt gehört zur Expertengruppe, die das „Modellprojekt Tempo 30“ des niedersächsischen Verkehrsministeriums begleitet. Innerhalb von drei Jahren sollen auf unterschiedlichen Strecken in verschiedenen Kommunen Daten über die Auswirkung von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss gesammelt werden. Darüber hinaus sollen auch die Akzeptanz der Geschwindigkeitsreduzierung, Auswirklungen auf den Fuß- und Radverkehr und den öffentlichen Personennahverkehr sowie etwaige Verlagerungseffekte untersucht werden. Der ADAC hält nichts von einem generellen Tempolimit von 30 Stundenkilometern, weil es erstens die Luft nicht sauberer macht und zweitens die Hauptverkehrsstraßen unattraktiv, was wiederum zu mehr Schleichverkehr in den Wohngebieten führen würde. Trotzdem sind wir dabei, weil dieses Projekt der erste „Vorher-Nachher-Versuch“ ist und noch dazu ergebnisoffen. Wir erhoffen uns daraus den Beleg dafür, dass das einfache (und noch dazu kostengünstige) Schilder-Aufstellen sich nicht positiv auf Lärm und Abgase auswirkt. Viel sinnvoller wäre aus unserer Sicht ein Bündel von Maßnahmen, die zur Verflüssigung des Verkehrs beitragen: Mobilitätsmanagement, Verkehrssteuerung und bauliche Maßnahmen.

Ansprechpartner: Wolfgang Müller